Qualität der Guten Schule und Bildungsharmonisierung in Gefahr!

Entlastungspaket und Regelung der fünften Ferienwoche richten Schaden an
 
Nachdem in den letzten Jahren massive Steuergeschenke an wenige gemacht wurden, fehlt dem Kanton Basel-Landschaft nun das Geld, um die Qualität der Guten Schule zu erhalten, um die Bildungsharmonisierung umzusetzen und um den Lehrkräften die beschlossene fünfte Ferienwoche zu gewähren.
 
Die Amtliche Kantonalkonferenz aller Baselbieter Lehrkräfte (AKK) hat sich nachdrücklich für die Bildungsharmonisierung ausgesprochen. Allerdings hat sie auch immer betont, dass diese Schulentwicklung nur mit den  entsprechenden Ressourcen für den Unterricht und die Lehrkräfte geplant, umgesetzt  und gefestigt werden kann. Die von der Regierung und dem landrätlichen Think Tank vorgeschlagenen Sparmassnahmen gehen nun aber in die entgegen gesetzte Richtung: Massiver Abbau statt dringend benötigter Ressourcen.
 
Die nun veröffentlichten Massnahmen würden für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zum Belastungspaket. Mit weniger Ressourcen sollen grössere Aufgaben bewältigt werden; eine simple Milchbüchleinrechnung, die nie aufgehen kann. Bildungsqualität würde durch die komplette Streichung von Schulen und Angeboten der Schulen verloren gehen; ebenso würde die Qualität des Unterrichts durch grössere Klassen und Abteilungen leiden. Die Bildungsharmonisierung könnte nicht realisiert werden; einerseits fehlt den Schulen durch die Streichung der Oster-SCHIWE die Zeit zur Schulentwicklung; andererseits sollen Fachlehrkräfte mehr unterrichten, sie könnten dadurch die Bildungsharmonisierung viel weniger mittragen.
 
Der Baselbieter Souverän hat sich bis heute in Abstimmungen jeweils deutlich zur Guten Schule und zur Bildungsharmonisierung bekannt. Regierung und Teile des Landrats scheinen sich nicht um den Willen der Stimmberechtigten zu kümmern. Qualität der Guten Schule und Bildungsharmonisierung können scheinbar weggespart werden. Dagegen wird sich die AKK zusammen mit ihren Partnerorganisatoren entschieden zur Wehr setzen. Die AKK wird im Detail aufzeigen, wo durch Sparmassnahmen Bildungsqualität verloren geht und welche Aufgaben mangels Ressourcen nicht mehr übernommen werden können.
 
Wir erwarten vom Landrat, dass er im Herbst die Weichen richtig stellen wird. Ansonsten müsste einmal mehr der Souverän Regierung und Parlament daran erinnern, dass Bildung unser wichtigster Rohstoff ist und daran nicht gespart werden kann.
 
Deshalb: NEIN zum Belastungspaket für alle!

Ernst Schürch, des. Präsident AKK
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