100617_Der Landrat hat die Weichen gestellt

An seiner heutigen Sitzung hat der Landrat mit 54:30 Stimmen den Beitritt zum HarmoS-Konkordat beschlossen. Es wird im Herbst zu einer Volksabstimmung zu dieser Sache kommen, und eine (zu) lange Zeit, in der niemand mehr wusste, was in unserem Kanton bildungspolitisch Zukunft sein wird, kann zu Ende gehen.
Die AKK begrüßt diesen Entscheid! Der Landrat hat signalisiert, dass Basel-Landschaft bildungspolitisch keine Insel im Meer der Kantone sein will.
Die AKK wird sich, wie an der Vollversammlung angekündigt, dafür einsetzen, dass bei der Umsetzung die Bedenken und Befürchtungen von uns Lehrerinnen und Lehrern ernst genommen und unsere Anliegen bei der Umsetzung berücksichtigt werden.

Weniger deutlich (45:37:2) hat der Landrat auch dem Konkordat Sonderpädagogik zugestimmt. Auch diesen Entscheid begrüßen wir. Bei der Umsetzung werden wir auf die dringend gebotene Koordination mit der Speziellen Förderung achten:  sowohl bei den Rahmenbedingungen wie bei den Umsetzungsbedingungen an den einzelnen Schulen!

Die aufgrund dieser Abstimmungen notwendigen Gesetzesanpassungen passierten den Rat meist problemlos: einzig die Gedanken eines Landrates, der den Kindergarten als nicht der Schule zugehörig betrachtete und der darum den Schuleintritt verschieben wollte, sorgten für Staunen. - Ebenso wurden verschiedene Verpflichtungskredite im Umfang von etwa 40 Mio Fr für die kommenden Jahre gesprochen.

Bereits vor einer Woche wurde das Fremdsprachenkonzept angenommen. Die Chance sehen wir in den Synergien, die sich aus dem mehrkantonalen Projekt Passepartout ergeben, der Wermutstropfen ist der zeitliche Rückstand, den wir zu den Partnerkantonen haben werden. 
Die Einführung des Konzeptes kann sinnvollerweise nur aufsteigend geschehen.

 
Von Parlament und Regierung erwarten wir, dass den gemachten Bekenntnissen auch Taten folgen: die Stolpersteine für eine gelungene Umsetzung sind auch von uns Lehrerinnen und Lehrern benannt worden - sie aus dem Weg zu räumen, muss nun die Politik Hand bieten, indem sie zeigt, dass Sparen in der Bildung keine Investition in die Zukunft Jugendlicher ist. 

Wir Lehrerinnen und Lehrer werden mit der unverzichtbaren Unterstützung durch Behörden und Schulträger die Veränderungen professionell umsetzen - wie immer!